Stefan Pantel und Dominik Musti Im Gespräch mit Raphaela Kirschnick
Ihr seid täglich als Unternehmensberater im Markt unterwegs, habt selbst zwei Salons. Mich interessiert mal vorab, ob euch die gleichen Fragen wie uns begegnen. Beispielsweise, der Umgang mit dem Wunsch nach der 4-Tage-Woche.
Dominik Musti: Wir verstehen die Aufregung nicht. Die 4-Tage-Woche ist brisant, aber wirklich nichts Neues. Es gibt so viele verschiedene Arbeitszeitmodelle, die man bedienen kann. Wenn man sich nur noch auf ein Modell fokussiert, dann nimmt man sich und seinen Mitarbeitern doch Flexibilität. Ich glaube, viele verwechseln da Öffnungszeiten mit Arbeitszeiten. Flexibilität bedeutet, dass Mitarbeiterinnen frei wählen können, wann sie wie arbeiten wollen, Öffnungszeiten müssen das abbilden.
Wie seht ihr die Diskussion um den freien Samstag?
DM: Wir haben in unseren Salons Kräfte, die hauptsächlich am Samstag arbeiten wollen, da sie dann Betreuung für ihre Kinder haben. Aber die eigentliche Frage, die sich Salonunternehmer stellen müssen, ist doch die, ob sie einen am Samstag geschlossenen Salon unter der Woche kompensieren können. Da geht es um Auslastung, das ist das viel größere Thema für Salons.
Inwiefern Auslastung?
DM: Wir erleben immer wieder bei unseren Beratungen, wir haben aktuell ca. 150 Saloneinsätze p.a. und dort erkennen wir, dass 30-50% des Umsatzpotentials nicht wahrgenommen wird. Das Salonmanagement arbeitet da häufig gegen eigene Interessen