Raphaela Kirschnick im Gespräch mit Reinhard Schanes, CEO Look-up Professional, BellAffairPro und BellAffair
Worauf bist du im Jahresrückblick am meisten stolz?
Reinhard Schanes: Ich schaue eigentlich lieber nach vorne als zurück. 2025 war wirtschaftlich generell ein sehr schweres Jahr – für alle, ob für Friseure, den Großhandel oder die Industrie. Stolz bin ich darauf, dass wir trotz allem sehr fokussiert geblieben sind und ein großes Projekt auf die Schiene bringen konnten. 2026 bringt etwas ganz Großes, im Fokus steht dabei der Friseur.
Jetzt bin ich neugierig!
RS: Wir werden mit ‚BellAffairPro‘ eine neuartige B2B-Plattform etablieren, die am 19. Januar live geht.
Es gibt ja bereits unzählige Online-Shops, was soll BellAffairPro anders machen?
RS: Ich bin seit 25 Jahren in der Friseurbranche. 2000 habe ich mit Look-up Friseursalons und einen Fachmarkt gegründet. Da erlebt man viel und lernt das Handwerk sehr gut kennen. Zusätzlich beliefern wir mit BellAffair seit 2014 aktiv EndverbraucherInnen. Damit kenne ich einerseits die Wünsche und Anforderungen der EndkonsumentInnen, gleichzeitig aber auch die Ängste und Sorgen der FriseurunternehmerInnen. Von diesem Wissen profitiert die Entwicklung. Auch wenn sich immer noch viele dagegen sträuben: Der Online-Bereich ist nicht mehr wegzudenken. Mit der neuen Plattform schaffen wir eine Basis, um die Bedürfnisse der Friseurbranche gezielt abzudecken.
Und euer Außendienst?
RS: Unser Außendienst sichert weiterhin die physische Betreuung im Markt, das wird sich auch nicht ändern. Parallel jedoch investieren wir in das extrem stark wachsende Online-Business und stärken die synergiereiche Kombination beider Sparten, also Endverbraucher und Friseur.
Den Fachhandel Lookup gibt es ja bereits sehr lange, bleibt dieser bestehen?
RS: Aktuell bleibt er unser Firmendach, mittelfristig soll Look-up durch BellAffairPro ersetzt werden. Das wird allerdings ein langsamer, sukzessiver Prozess.