Jetzt haben Sie sehr gut verdienende MitarbeiterInnen, aber das entspricht sicher nicht der großen Mehrheit in Österreich.
BN: Ich werde oft gefragt, wie wir so viel zahlen können. Aber als Unternehmer kann ich doch einer Mitarbeiterin, die guten Umsatz macht, nicht nur Kollektiv zahlen. Ich möchte diese doch halten. Eine Mitarbeiterin, die im Monat 18.000 € Umsatz erwirtschaftet, die muss ich super gut bezahlen. Und als Mitarbeiter fühlt man sich erst dann wertgeschätzt.
MitarbeiterInnen, die monatlich 18.000 € Umsatz machen, sind nicht so häufig.
BN: Dann muss ich als Chef genau darüber mit der MitarbeiterIn sprechen und sagen, dass ich mehr zahle, wenn du mehr Umsatz machst. Dann überlegen wir uns gemeinsam, was man dazu tun muss. So arbeiten wir mit unseren jungen Leuten.
TN: Dann erweitern wir über Spezialisierung wie Farbe, Extensions oder Calligraphy Cut, sowie Karrierestufen. Allerdings muss ich dahingehend meine Mitarbeiter auch ausbilden. Die müssen so empowert werden, dass sie damit intensiver beraten, mehr Dienstleistung verrechnen und auch mehr Produkte verkaufen kann.
Eines der Hauptthemen ist die Angst vor Preisgestaltung und Erhöhung. Maischön liegt bereits mit seinen Preisen auf einem höheren Niveau als der Durchschnitt.
TN: Aber Entschuldigung, das können doch keine Unternehmer sein? Jeder Installateur, der den Schraubschlüssel einigermaßen gerade halten kann, verrechnet 80 Euro die Stunde plus die Mehrwertsteuer noch dazu. In Wahrheit ist es verantwortungslos, Preise nicht zu erhöhen, wenn die Kosten zugleich steigen.