Rita Schermann bringt langjährige Erfahrung als Unternehmerin und Branchenvertreterin mit. Sie führt seit vielen Jahren einen Friseursalon in ihrer Heimatgemeinde Oberloisdorf und ist seit 2012 in der Landesinnung aktiv – zunächst als Ausschussmitglied, später als stellvertretende Innungsmeisterin. Nun vertritt sie die Interessen von über 400 Friseurbetrieben im Burgenland.
Ihr Amtsantritt erfolgt in einer wirtschaftlich fordernden Phase: Steigende Lohnkosten, höhere Produktpreise und zunehmende Mietbelastungen setzen viele Salons unter Druck. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei den Personalkosten: Diese sind in den vergangenen Jahren um mehr als 30 % gestiegen, bei Lehrlingen sogar um über 40 %. Parallel dazu hat sich die Zahl der Lehrlinge innerhalb von zehn Jahren halbiert – mit spürbaren Folgen für den Fachkräftebedarf der Branche.
Inhaltlich setzt Rita Schermann auf einen klaren Zukunftskurs. Sie will die Verbindung zu den Mitgliedsbetrieben stärken, den Austausch innerhalb der Innung ausbauen und die Ausbildung weiterentwickeln. Ein besonderer Fokus liegt auf den Ein-Personen-Unternehmen, die mehr als 70 % der burgenländischen Friseurbetriebe ausmachen.
Auch bei den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit sieht die neue Innungsmeisterin großes Potenzial. Der Wunsch nach natürlichen Inhaltsstoffen und mehr Transparenz in der Produktwelt wachse stetig, so Schermann. Darin liege die Chance, die Branche qualitativ hochwertig und nachhaltig zu positionieren.
Mit diesem Fokus auf Ausbildung, Dialog und moderne Entwicklungen will Rita Schermann die burgenländische Friseurbranche fit für die Zukunft machen.